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ALLknow erklärt

micro:bit – dein Einstieg ins Programmieren und Entdecken

Der micro:bit ist ein kleiner Computer, nur 4 × 5 Zentimeter groß. Fachleute nennen so etwas einen programmierbaren Mikrocontroller: Er führt genau die Befehle aus, die du ihm vorher gegeben hast.

  • EingabeEr bemerkt etwas, zum Beispiel einen Tastendruck oder ein Schütteln.
  • VerarbeitungDein Programm entscheidet, was dann passieren soll.
  • AusgabeEr reagiert, etwa mit einem Bild auf der LED-Anzeige oder einem Ton.

So entstehen schnell eigene Projekte: ein Namensschild mit Laufschrift, ein Würfel zum Schütteln oder kleine Spiele. Der micro:bit wird in Schulen, in Familien und in Workshops eingesetzt.

Das Board: Was steckt im micro:bit?

Auf beiden Seiten des micro:bit V2 sitzen Bauteile, mit denen er fühlen, messen, zeigen und funken kann. Die Nummern auf den Fotos gehören zu den Erklärungen daneben. Tippe auf eine Nummer, um direkt zur Erklärung zu springen.

Vorderseite

micro:bit V2, Vorderseite
  1. LED-Anzeige (5 × 5) mit Lichtmessung

    Was ist das?
    25 kleine rote LEDs, angeordnet in 5 Reihen und 5 Spalten.
    Was macht es?
    Sie zeigen Symbole, Zahlen und Laufschrift. Dieselben LEDs messen auch, wie hell es ist (mehr dazu unten).
    Probier aus
    Lass ein Herz leuchten oder deinen Namen durchlaufen.
  2. Taste A

    Was ist das?
    Ein Druckknopf links neben der Anzeige.
    Was macht es?
    Dein Programm merkt, wenn du ihn drückst, und kann darauf reagieren.
    Probier aus
    Bei Druck auf A erscheint ein Smiley.
  3. Taste B

    Was ist das?
    Ein zweiter Druckknopf rechts neben der Anzeige.
    Was macht es?
    Funktioniert wie Taste A. Du kannst auch darauf reagieren, dass A und B gleichzeitig gedrückt werden.
    Probier aus
    A zählt hoch, B zählt herunter.
  4. Berührungsempfindliches Logo (nur V2)

    Was ist das?
    Das goldene micro:bit-Logo oben auf der Vorderseite.
    Was macht es?
    Es spürt, wenn du es mit dem Finger berührst, ähnlich wie ein Handy-Bildschirm. So hast du eine dritte Taste.
    Probier aus
    Beim Antippen spielt der micro:bit einen Ton.
  5. Mikrofon-Anzeige und Schallöffnung (nur V2)

    Was ist das?
    Eine kleine LED mit Mikrofon-Symbol und daneben ein winziges Loch.
    Was macht es?
    Durch das Loch gelangt Schall zum Mikrofon auf der Rückseite. Die LED leuchtet, während das Mikrofon misst.
    Probier aus
    Klatsch in die Hände und lass ein Symbol aufleuchten.
  6. Anschlusskontakte 0, 1 und 2

    Was ist das?
    Drei große, runde Kontakte am unteren Rand.
    Was macht es?
    Hier schließt du mit Krokodilklemmen weitere Bauteile an, etwa Kopfhörer oder eine LED. Die Kontakte erkennen auch Berührungen.
    Probier aus
    Halte GND und Kontakt 0 gleichzeitig fest: Das zählt wie ein Tastendruck.
  7. Anschluss 3V

    Was ist das?
    Der Kontakt mit der Aufschrift 3V am unteren Rand.
    Was macht es?
    Er liefert Strom mit 3 Volt für kleine angeschlossene Bauteile.
    Probier aus
    Versorge eine angeschlossene LED mit Strom.
  8. Anschluss GND

    Was ist das?
    Der Kontakt mit der Aufschrift GND.
    Was macht es?
    GND steht für „Ground“, also Masse. Er schließt den Stromkreis, wenn du etwas anschließt.
    Probier aus
    Ohne GND leuchtet keine angeschlossene LED.

Rückseite

micro:bit V2, Rückseite
  1. Antenne für Funk und Bluetooth

    Was ist das?
    Eine goldene Zickzack-Leiterbahn oben links auf der Rückseite.
    Was macht es?
    Der micro:bit kann per Funk Nachrichten mit anderen micro:bits austauschen und sich per Bluetooth mit Geräten verbinden.
    Probier aus
    Schicke ein Herz an den micro:bit deines Sitznachbarn.
  2. Prozessor mit Temperatursensor

    Was ist das?
    Der Hauptchip, das „Gehirn“ des micro:bit.
    Was macht es?
    Er führt dein Programm Befehl für Befehl aus. In ihm steckt auch der Temperatursensor (mehr dazu unten).
    Probier aus
    Zeig auf Tastendruck die aktuelle Temperatur an.
  3. Bewegungssensor mit Kompass

    Was ist das?
    Ein kleiner Chip unten links auf der Rückseite, der Beschleunigung und Magnetfeld misst.
    Was macht es?
    Er erkennt Schütteln, Kippen und freien Fall. Der Kompass-Teil findet die Himmelsrichtung, nachdem du ihn einmal kalibriert hast.
    Probier aus
    Würfeln durch Schütteln (Projekt 3) oder ein Pfeil, der nach Norden zeigt.
  4. Lautsprecher (nur V2)

    Was ist das?
    Ein schwarzes, schräg eingebautes Bauteil in der Mitte der Rückseite.
    Was macht es?
    Er spielt Töne, Melodien und Geräusche ab.
    Probier aus
    Spiel eine kurze Melodie, wenn du Taste B drückst.
  5. Mikrofon (nur V2)

    Was ist das?
    Ein winziges Bauteil auf der Rückseite, hinter der Schallöffnung der Vorderseite.
    Was macht es?
    Es misst, wie laut es ist, und erkennt laute und leise Geräusche.
    Probier aus
    Baue einen Lautstärke-Messer für das Klassenzimmer.
  6. USB-Anschluss

    Was ist das?
    Eine Micro-USB-Buchse am oberen Rand.
    Was macht es?
    Hier verbindest du den micro:bit mit dem Computer, um Programme zu übertragen. Gleichzeitig bekommt er darüber Strom.
    Probier aus
    Schließ den micro:bit an und schau, ob das Laufwerk MICROBIT erscheint.
  7. Batterieanschluss

    Was ist das?
    Eine weiße Buchse oben rechts für den Batteriehalter.
    Was macht es?
    Damit läuft der micro:bit ohne Computer, zum Beispiel mit zwei AAA-Batterien.
    Probier aus
    Nimm deinen Würfel aus Projekt 3 mit in die Pause.
  8. Reset- und Power-Taste mit Anzeige-LEDs

    Was ist das?
    Eine kleine Taste rechts neben dem USB-Anschluss. Links vom USB-Anschluss sitzen eine rote und eine gelbe LED.
    Was macht es?
    Kurz drücken startet dein Programm neu. Lange gedrückt halten schickt den micro:bit in den Schlafmodus (nur V2). Die rote LED zeigt Strom an, die gelbe blinkt, während ein Programm übertragen wird.
    Probier aus
    Starte dein Programm mit der Taste neu.

Wie misst der micro:bit Licht?

Einen eigenen Lichtsensor hat er nicht. Stattdessen nutzt er die LEDs der Anzeige: Für einen kurzen Moment schaltet er einige LEDs von „leuchten“ auf „messen“ um und prüft, wie schnell eine winzige elektrische Spannung abfällt. Daraus berechnet er, wie hell es ist. Beim V2 misst die oberste LED-Reihe. Deckst du sie ab, sinkt der Wert auf 0. In MakeCode bekommst du die Helligkeit als Zahl von 0 bis 255.

Wie misst der micro:bit Temperatur?

Auch dafür gibt es kein eigenes Bauteil. Der Temperatursensor steckt im Prozessor. Er misst also, wie warm der Chip ist. Daraus ergibt sich ein Schätzwert für die Umgebungstemperatur. Am verlässlichsten ist er, wenn der micro:bit eine Weile ruhig an einem Ort liegt.

micro:bit V2 oder älter? Lautsprecher, Mikrofon, Touch-Logo und Schlafmodus gibt es nur beim V2. Du erkennst ihn am goldenen Logo und an den Kerben im unteren Kontaktrand. Ältere Boards haben einen glatten unteren Rand.

Programmieren mit Microsoft MakeCode

MakeCode ist ein kostenloser Editor im Browser. Statt Befehle einzutippen, ziehst du bunte Blöcke zusammen. Jeder Block ist ein Befehl, und seine Form zeigt, welche Blöcke zusammenpassen. Wer später tippen möchte, kann im selben Editor auf JavaScript oder Python umschalten.

  1. MakeCode öffnen

    Öffne makecode.microbit.org in einem aktuellen Browser. Du musst nichts installieren und brauchst kein Konto. Über das Zahnrad oben rechts stellst du unter „Sprache“ Deutsch ein.

    Screenshot MakeCode: MakeCode öffnen
    1 „Neues Projekt“ 2 „Anleitung starten“: geführte Einführung
  2. Neues Projekt anlegen

    Klicke auf „Neues Projekt“. Im Fenster „Erstelle ein Projekt“ gibst du einen Namen ein, zum Beispiel „Herz“, und klickst auf „Erstelle“.

    Screenshot MakeCode: Neues Projekt anlegen
    1 Projektname 2 „Erstelle“
  3. Den Editor kennenlernen

    Links siehst du den Simulator, einen virtuellen micro:bit. In der Mitte stehen die Blockkategorien wie „Grundlagen“ oder „Eingabe“, jede in eigener Farbe. Rechts liegt die Programmierfläche mit den Blöcken „beim Start“ und „dauerhaft“.

    Screenshot MakeCode: Den Editor kennenlernen
    1 Simulator 2 Blockkategorien 3 Programmierfläche 4 Zahnrad: Einstellungen und Sprache
  4. Blöcke zusammenfügen

    Ziehe einen Block aus einer Kategorie auf die Programmierfläche und lege ihn in einen anderen Block. Passt er, rastet er ein. Die Form der Blöcke zeigt, was zusammenpasst. Nur eingerastete Blöcke werden ausgeführt.

    Screenshot MakeCode: Blöcke zusammenfügen
    1 Kategorie „Grundlagen“ 2 Block „zeige Symbol“, eingerastet in „dauerhaft“
  5. Im Simulator testen

    Der Simulator führt dein Programm sofort aus. Klicke auf seine Tasten A und B. Bei Programmen mit Bewegung erscheint am Simulator zusätzlich die Schaltfläche „SHAKE“ zum Schütteln. So prüfst du dein Programm, bevor du ein Board anschließt.

    Screenshot MakeCode: Im Simulator testen
    1 Taste A 2 Taste B 3 LED-Anzeige mit Herz
  6. micro:bit anschließen

    Verbinde den micro:bit mit einem USB-Kabel, das Daten übertragen kann. Reine Ladekabel funktionieren nicht. Am Computer erscheint ein Laufwerk namens MICROBIT.

    Screenshot MakeCode: micro:bit anschließen
    1 micro:bit 2 USB-Datenkabel
  7. Programm übertragen

    Klicke auf „Herunterladen“. Wie es weitergeht, hängt vom Browser ab, siehe die zwei Wege unten. Während der Übertragung blinkt die gelbe LED auf der Rückseite, danach startet dein Programm von selbst.

    Screenshot MakeCode: Programm übertragen
    1 „Herunterladen“ 2 „…“: weitere Optionen, z. B. Gerät verbinden

Zwei Wege, das Programm zu übertragen

Direkt übertragen (Chrome oder Edge)

  1. micro:bit per USB-Datenkabel anschließen.
  2. In MakeCode neben „Herunterladen“ auf „…“ klicken und die Verbindung zum Gerät starten.
  3. Im Fenster des Browsers den micro:bit auswählen und auf „Verbinden“ klicken.
  4. Ab jetzt reicht ein Klick auf „Herunterladen“: Das Programm landet direkt auf dem micro:bit.

Diese Technik heißt WebUSB. Die Verbindung musst du nur einmal einrichten.

Als HEX-Datei kopieren (jeder Browser)

  1. micro:bit per USB-Datenkabel anschließen. Am Computer erscheint das Laufwerk MICROBIT.
  2. In MakeCode auf „Herunterladen“ klicken. Der Browser speichert eine Datei mit der Endung .hex.
  3. Die .hex-Datei aus dem Download-Ordner auf das Laufwerk MICROBIT ziehen.
  4. Die gelbe LED blinkt, danach startet das Programm. Dass das Laufwerk kurz verschwindet und wieder auftaucht, ist normal.

Drei erste Projekte zum Nachmachen

Jedes Projekt dauert nur wenige Minuten. Probiere alles zuerst im Simulator aus und übertrage es danach auf deinen micro:bit.

Projekt 1: Ein Herz anzeigen

Auf der LED-Anzeige erscheint ein Herz. In der zweiten Variante schlägt es wie ein echtes Herz.

Du brauchst

micro:bit V2 und USB-Datenkabel, oder zuerst nur der Simulator in MakeCode.

So geht's

  1. Öffne MakeCode und lege ein neues Projekt mit dem Namen „Herz“ an.
  2. Öffne die Kategorie „Grundlagen“ und ziehe den Block „zeige Symbol“ in den Block „beim Start“.
  3. Klicke im Block auf das kleine Bild und wähle das Herz aus.
  4. Schau in den Simulator: Das Herz erscheint.
  5. Für das schlagende Herz: Lege in den Block „dauerhaft“ nacheinander „zeige Symbol“ mit dem großen Herz, „pausiere (ms)“, „zeige Symbol“ mit dem kleinen Herz und noch einmal „pausiere (ms)“. Den Block „beim Start“ brauchst du dafür nicht.
  6. Übertrage das Programm auf deinen micro:bit.

Das fertige Programm

Das schlagende Herz im Simulator.

Zum Abgleich in Textform, mit den Blocknamen aus MakeCode:

dauerhaft
    zeige Symbol  (Herz)
    pausiere (ms)  500
    zeige Symbol  (kleines Herz)
    pausiere (ms)  500

Warum funktioniert das?

Alles im Block „beim Start“ läuft genau einmal, sobald der micro:bit Strom bekommt oder neu startet. Alles im Block „dauerhaft“ wiederholt sich ohne Ende. Darum bleibt ein Herz aus „beim Start“ einfach stehen, während die Befehle in „dauerhaft“ immer wieder abwechseln und das Herz „schlägt“.

Weiterexperimentieren: Ändere die Pausen: Wie schnell kann das Herz schlagen, bevor du den Wechsel nicht mehr siehst?

Projekt 2: Deinen Namen anzeigen

Drückst du Taste A, läuft dein Name als Laufschrift über die Anzeige.

Du brauchst

micro:bit V2 und USB-Datenkabel, oder der Simulator.

So geht's

  1. Lege ein neues Projekt mit dem Namen „Name“ an.
  2. Öffne die Kategorie „Eingabe“ und ziehe den Block „wenn Knopf A geklickt“ auf die Programmierfläche.
  3. Öffne „Grundlagen“ und ziehe den Block „zeige Text“ hinein.
  4. Im weißen Textfeld des Blocks steht zunächst „Hallo!“. Klicke hinein, lösche den Text und tippe deinen Namen ein.
  5. Klicke im Simulator auf Taste A und lies deinen Namen.
  6. Übertrage das Programm auf deinen micro:bit.

Das fertige Programm

Im Video steht noch der vorgegebene Text „Hallo!“. An dieser Stelle trägst du deinen Namen ein.

Zum Abgleich in Textform, mit den Blocknamen aus MakeCode:

wenn Knopf A geklickt
    zeige Text  "Mia"      (hier steht dein Name)

Warum funktioniert das?

„wenn Knopf A geklickt“ ist ein Ereignis-Block: Er wartet im Hintergrund und startet seine Befehle erst, wenn du die Taste drückst. „zeige Text“ schiebt die Buchstaben nacheinander über die 5 × 5 LEDs, weil ein ganzes Wort nicht auf einmal passt.

Weiterexperimentieren: Füge den Block „wenn Knopf B geklickt“ hinzu und lass dort dein Lieblingstier erscheinen.

Projekt 3: Ein Würfel durch Schütteln

Schüttelst du den micro:bit, zeigt er eine zufällige Zahl von 1 bis 6.

Du brauchst

micro:bit V2 und USB-Datenkabel; für den Würfel zum Mitnehmen den Batteriehalter mit zwei AAA-Batterien. Im Simulator gibt es eine Schaltfläche zum Schütteln.

So geht's

  1. Lege ein neues Projekt mit dem Namen „Würfel“ an.
  2. Öffne „Eingabe“ und ziehe den Block „wenn geschüttelt“ auf die Programmierfläche.
  3. Öffne „Grundlagen“ und lege den Block „zeige Zahl“ hinein.
  4. Öffne „Mathematik“ und ziehe den Block „wähle eine zufällige Zahl von … bis …“ in das Zahlenfeld von „zeige Zahl“.
  5. Trage im Zufallsblock die Werte 1 und 6 ein.
  6. Klicke im Simulator auf „SHAKE“ und probiere es mehrmals.
  7. Übertrage das Programm und würfle mit deinem micro:bit.

Das fertige Programm

Der Würfel im Simulator: Ein Klick auf „SHAKE“ würfelt eine neue Zahl.

Zum Abgleich in Textform, mit den Blocknamen aus MakeCode:

wenn geschüttelt
    zeige Zahl  (wähle eine zufällige Zahl von 1 bis 6)

Warum funktioniert das?

Der Bewegungssensor misst ständig, wie stark der micro:bit beschleunigt wird. Erkennt er ein Schütteln, löst das ein Ereignis aus, genau wie der Tastendruck in Projekt 2. Der Zufallsblock wählt dann jedes Mal neu eine Zahl zwischen 1 und 6, die man vorher nicht vorhersagen kann.

Weiterexperimentieren: Zeig statt der Zahl die passenden Würfelpunkte mit dem Block „zeige LEDs“ an.

Für Schule und Unterricht

Schon die ersten drei Projekte trainieren Fähigkeiten, die weit über das Programmieren hinausgehen.

  • Logisches Denken

    Abläufe in die richtige Reihenfolge bringen: erst anzeigen, dann pausieren, dann wechseln.

  • Ursache und Wirkung

    Taste drücken, schütteln, Logo antippen: Jede Eingabe löst eine sichtbare Reaktion aus.

  • Kreatives Problemlösen

    Aus denselben Blöcken entstehen ganz unterschiedliche Ideen, vom Namensschild bis zum Spiel.

  • Fehlersuche und Ausprobieren

    Der Simulator zeigt sofort, ob es klappt. Fehler werden zum normalen Teil des Lernens.

  • Zusammenarbeit

    Zu zweit programmieren: Eine Person steuert die Maus, die andere liest die Anleitung, dann wird getauscht.

Didaktischer Vorschlag von ALLknow

Unterrichtsidee: Unser erstes micro:bit-Projekt

Einstieg
Gemeinsam überlegen: Wo stecken im Alltag kleine Computer, die auf Tasten reagieren? Danach das Board ansehen und Eingabe, Verarbeitung und Ausgabe zuordnen. (etwa 10 Minuten)
Gemeinsame Umsetzung
Zu zweit Projekt 1 und Projekt 2 im Simulator bauen und anschließend auf den micro:bit übertragen. (etwa 25 Minuten)
Kreative Erweiterung
Jedes Team gestaltet ein eigenes Namensschild: Name auf Taste A, Lieblingssymbol auf Taste B. Zum Schluss stellen sich die Teams ihre Schilder gegenseitig vor. (etwa 10 Minuten)

Planungshinweis: Die Zeiten sind ungefähre Werte für eine Schulstunde von 45 Minuten. Empfehlung: ein micro:bit und ein Computer pro Zweierteam.

Foto: micro:bit Go Starter Kit mit Board, USB-Kabel und Batteriehalter

Das micro:bit Go Starter Kit

Im micro:bit Go steckt alles, um sofort loszulegen: das Board und alles, was du für Strom und Programmübertragung brauchst.

  • micro:bit V2 BoardDer Computer selbst. Die Farbe ist zufällig: rot, gelb, grün oder blau.
  • Micro-USB-KabelVerbindet den micro:bit mit dem Computer, überträgt dein Programm und liefert Strom.
  • Batteriehalter und zwei AAA-BatterienDamit läuft der micro:bit ohne Computer, zum Beispiel als Würfel zum Mitnehmen.
  • Kurzanleitung, Sicherheitshinweise, Papphalter für den Batteriehalter und AufkleberFür den ersten Start und zum Befestigen der Batterien.

Zusätzlich brauchst du einen Computer mit aktuellem Browser und Internetzugang. Nutzt du statt des beiliegenden ein anderes USB-Kabel, muss es Daten übertragen können. Reine Ladekabel funktionieren nicht.

Häufige Fragen

Brauche ich Programmierkenntnisse?

Nein. In MakeCode setzt du fertige Blöcke wie Puzzleteile zusammen, Tippfehler sind dabei ausgeschlossen. Die drei Projekte auf dieser Seite sind für den allerersten Start gedacht.

Kann ich ohne Board im Simulator starten?

Ja. Der Simulator in MakeCode zeigt einen virtuellen micro:bit mit Tasten, Anzeige und Schüttel-Funktion. Du kannst alles ausprobieren und das Board später dazunehmen.

Muss ich Software installieren?

Nein. MakeCode läuft direkt im Browser. Du brauchst nur einen Computer mit aktuellem Browser und Internetzugang.

Wie kommt mein Programm auf den micro:bit?

Über ein USB-Datenkabel. In Chrome oder Edge verbindest du den micro:bit einmal mit MakeCode, danach genügt ein Klick auf „Herunterladen“. In anderen Browsern lädst du eine HEX-Datei herunter und ziehst sie auf das Laufwerk MICROBIT. Beide Wege findest du im Abschnitt Programmieren.

Warum wird mein Board am Computer nicht erkannt?

Meist liegt es am Kabel: Viele Kabel können nur laden, aber keine Daten übertragen. Probiere ein anderes Kabel und einen anderen USB-Anschluss. Leuchtet die rote LED auf der Rückseite nicht, kommt kein Strom an. Weitere Hilfe gibt es im offiziellen micro:bit-Support.

Was unterscheidet den micro:bit V2 von älteren Versionen?

Der V2 hat zusätzlich einen Lautsprecher, ein Mikrofon, ein berührungsempfindliches Logo, einen schnelleren Prozessor mit mehr Speicher und einen Schlafmodus über die Power-Taste. Du erkennst ihn am goldenen Logo und an den Kerben im unteren Kontaktrand. Blöcke für Lautsprecher, Mikrofon und Logo funktionieren nur mit dem V2.

Wo finde ich weitere Projekte und Anleitungen?

Auf microbit.org gibt es viele Projekte mit Anleitung, in MakeCode findest du Tutorials direkt auf der Startseite. Bei ALLknow gibt es außerdem Bausätze wie die ELECFREAKS Nezha Pro Kits, mit denen der micro:bit Roboter steuert.